Über mich

Ein romantischer Garten im englischen Stil

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Foto: Ursel Borstell. Alle Rechte bei der Fotografin.
Persönliche Biographie von Monika Köhler
Die wahren Abendteuer beginnen im Kopf. Dort nisten sie sich ein und nehmen langsam Form an. In meinem Fall die eines englischen Gartens mit dazupassendem Landhaus.

Bereits 1992, als wir den Garten von meinen Schwiegereltern übernahmen, noch vor jeglichem erkennbaren Gartenboom in Österreich, setzte ich mir in den Kopf, den landwirtschaftlich genutzten Garten in einen englischen Schaugarten zu verwandeln.
Ich wollte meine Vision von ländlichem Gartengenuß mit netten Gleichgesinnten teilen.
Und trotz aller familiärer Schwierigkeiten, finanzieller Probleme und schmerzenden Muskeln habe ich das Ziel, welches ich mir 1992 in den Kopf setzte, erreicht.
Nach 15 Jahren Umbauarbeiten im Garten, ist mein Traum Wirklichkeit geworden.

Inspiriert von den Bildern berühmter englischer Gärten wie Sissinghurst, übertrug ich farblich abgestimmte Gartenräume von meinen eigenen, handgezeichneten Plänen, auf das schlauchförmige, leicht ansteigende Grundstück.
Abgesehen von Maurer – und Pflasterarbeiten machte ich alle Arbeiten zur Umgestaltung selbst. Bevor ein neuer Gartenraum angelegt wurde, überlegte ich mir ein Pflanzkonzept, wählte harmonische Farbgestaltungen und dachte über die Nutzung dieses „Zimmers“ nach. Auch wollte ich die Atmosphäre von sonnigen und schattigen, offenen und verwunschenen Bereichen spürbar machen.

Mein Garten soll alle Sinne ansprechen. Das Geräusch des Wassers, der Duft der Rosen, Wind, der durch die Gräser streicht …

Als ich die Umgestaltung begann, war ich eine junge Mutter, hatte keinerlei botanische Vorkenntnisse. Nur dieser Wunsch war da. Der eines romantischen englischen Gartens mit vielen Rosen. Früher empfand ich dieses Grundstück als einen Ort ohne Ausstrahlung und ohne Persönlichkeit. Jetzt ist es ein Platz der Ruhe und Harmonie, ein Ort zum Träumen, ein Ort zum Verweilen. Mit meinen Garten konnte ich mich verwirklichen, er ist ein Spiegel meiner Persönlichkeit.

Seit 1994 ist dieser Garten nun schon für Besucher geöffnet. Viele, liebe Menschen habe ich seitdem kennengelernt, viel konnte ich weitergeben, viel bekam ich zurück.
Lob, Anerkennung und Begeisterung spornen mich an, weiterzumachen, um meinen nächsten Traum zu verwirklichen: Ich möchte noch England sehen, mir all die Gärten anschauen, die ich nur aus Büchern und Zeitungen kenne. Denn obwohl mir immer wieder gesagt wird, dass mein Garten durch und durch englisch ist – auch von englischen Besuchern – war ich noch kein einziges Mal in England.

Aber bald … denn die wahren Abenteuer beginnen im Kopf …

 

Nachtrag
Durch ein großzügiges Weihnachtsgeschenk meiner Kinder Philip und Kim, durfte ich 2010 meine erste Gartenreise nach England machen. Das war eine Überraschung! Es ging in die Cotswolds, einen der romantischten und schönsten Landstriche Englands.
Die kurze Woche (bei typischem, englischem Wetter) war wie ein Heimkommen nach langer Zeit für mich. Ein wahrgewordener Traum! Und irgendwie habe ich meinen Garten dort wieder gefunden… er ist wirklich ein kleines Stück England!

 

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